Liebe Joanna - darf ich das so sagen?,

Wo soll ich anfangen?
 
Du hast uns aufmerksam beobachtet und hast mit Sicherheit bemerkt, dass wir beide lernen wollten- trotz all des Chaos….
Die eine mit ihrem grossen Herz für Menschen, die der einfühlsamste Mensch auf Erden sein kann und die tollste Frau ist, die mir je begegnen konnte - aber, das haben wir gelernt, nicht die Hundesprache spricht.
Ich "Haushaltsvorstand", der alle Betreuung von Hunden in ihre Hände geladen hat. Irgendwann stand ich in der Tat mit dem kleinen Lenny, Hawanese mit liebem Gemüt, aber nicht unkompliziert, einfach vor unserer Tür- ohne Absprache - ein Beispiel.
Das nennt man "verantungsvoll"….
Eine lange Geschichte, auch ausgefüllt von unserem Husky Willy, der sich 15 Jahre um unsere z.T. zwei anderen Hunde gekümmert hat - und , das denklen wir heute, unsere "Defizite" als Leader kompensiert hat.
Wir waren immer Hundehalter "ohne Probleme" - jetzt haben wir einen Problemhund von der Landstrasse in der französischen Provinz - und jetzt sind WIR plötzlich das Problem!?
Du hast mich/uns auf den Boden einfacher Tatsachen zurückgeholt. - Dein Engagement und Verantwortlichkeit  gegenüber Tier - und dann auch - MENSCH ist ein Beispiel.

Ich gebe dir einen ehrlichen Zwischenbericht:
Wir sind mit einem Set von Regeln auf Papier von Euch fortgefahren- aufgeschrieben als Guideline zur Vermeidung unser Fehler - hier meine ehrliche Bestandsaufnahme:
***Wir sprechen nicht mehr mit Sam - er quitiert das gelegentlich mit Irritationen, ausgedrückt durch Geheul - das ist aber nicht wichtig: unsere Körper beginnen zu sprechen
***Ich bin verantwortlich, nicht Gisela: Ich gehe mit durchhängender Leine und Stock ( danke für den Hinweis; aus dem Garten geschnittener Bambus) unsere Runden; die Tour ohne Probleme bei 7 Begegnungen 2x Stress(Hochspringen)n zu 5x Hecheln hinter mir ohne Laut
***Dieses Erlebnis beim Pipi-Machen ohne Zúg auf Leine ab dem ersten Moment nach Besuch bei Euch war für mich vermutlich der finale Schlüssel zur Motivation
*Der Hund knurrt gelegentlich bei "Schleichern" vor dem Haus, statt 20+ mal hochspringen an der Terassentür: 2x Knurren, Rest Ruhe
***Aus meinem Auto mit Käfig "attackiert" er keinen Hund auf der Strasse mehr.
***Besuch von unseren Kindern gestern, normal Objekt intensiver Freundschaftsattacken, nachfolgendend  Zwicken in Schuhe/Hose - jetzt: mit Aufwand und nicht immer vorhandener Gelassenheit habe ich "MEINS" durchgesetzt. Jetzt kommen die Kinder auch wieder mal…
Diät: Real hat Sam 25Kg, mehr als gedacht. Vier Tage Joghurt Diät, Ab morgen gibt es 75% der Dosis jener Firma, von der wir jetzt auch vergleichbares Nassfutter gekauft haben.
Beide von uns waren psychisch "ausgelaugt", als wir von euch fortfuhren - ein gutes Zeichen, wie wir später dachten!  Gut, weil deine Ratschläge an die Substanz unseres oft falschen Hundeveständnisses - und damit auch an unserem Selbstverständnis kratzten.
Wir gehen damit um und ich glaube, dass Du in  deiner Einschätzung auch geglaubt hast ,"die Trottel kriegen das vielleicht schon hin…".
Eine Bemerkung zum Schluß:
Früh in unserer Unterhaltung gab es Dein Statement (sinngemässs): "Ich gebe Euch jetzt Hilfestellung und Regeln, EUCH und euern Hund auf die Reihe zu bringen, dann kommt ihr in einer Wche wieder und holt Euern Welpen ab".--.
Ich habe zu dem Zeitpunkt - das habe ich dir auch gesagt - eine solchen Umschwung innerhalb 7 Tagen für unmöglich gehalten - heute weiss ich, dass mein Sam ein anderer Hund ist, als 7 Tage zuvor. Gisela liebt immer noch "ihr Baby" - aber da müssen wir wohl noch lernen.
Wir haben noch eine Strecke vor uns, aber eines Tages mag uns einer deiner Kleinen vielleicht doch ein glücklicher Begleiter werden.
Du bist uns nicht nur als tolle "Züchterin", sondern viel wichtiger als verantwortungsvoller Mittler zwischen Menschen- und Hundewelt begegnet….

Dank, Dir Joanna - auch von Gisela, alles Liebe

 

01208487


 



 

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