Futterung

 

Roh oder BARF ?

 

Was ist BARF eigentlich? BARF stammt ursprünglich aus den USA. Bereits dort gab es die verschiedensten Auslegungen für den Begriff BARF wie z. B. „Born Again Raw Feeders“ („Neugeborene Rohfütterer“) oder „Bones And Raw Foods („Knochen und rohes Futter“). Ebenso ist es in Deutschland. Eine der verständlichsten deutschen Übersetzungen lautet: „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. Genauso gibt es aber auch verschiedene Interpretationen dafür, wie genau „barfen“ funktioniert, bzw. ob ein Hundehalter noch „richtig barft“, wenn er seinem Hund zusätzlich zu rohem Fleisch und Gemüse noch ab und an gekochtes Getreide oder Milchprodukte vorsetzt. Hundehalter bezeichnen sich wahlweise als „Vollbarfer“, „echter Barfer“, „Teilbarfer“ usw. und lassen oft an der Methode anderer kein gutes Haar. Allein daran wird sichtbar, wie stark emotional besetzt dieses Thema ist. Doch darum soll es in diesem Artikel nicht gehen, vielmehr möchte ich Ihnen das Barfen an sich und seine Bedeutung näher bringen.

 

 

Der Hund ist ein Carnivor(Fleischfressern)

 

und ernährt sich von Beutetieren wie Hirschen, Wildschweinen, Steinböcken oder Kaninchen. Abgesehen von den größeren Knochen vertilgt der wilde Verwandte des Hundes den überwiegenden Teil der erlegten Beute: Fleisch und Innereien aber auch große Brocken des Magen-Darm-Inhalts, der Haut und des Fells werden verschlungen. Durch den Verzehr des ganzen Tieres erhält der Wolf alle für ihn lebenswichtigen Nährstoffe, wie Eiweiß, Fette, Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe.

Das Gebiss des Hundes und sein Magen-Darm-Trakt unterscheiden sich kaum vom Wolf, so Barf-Befürworter. Deshalb biete sich die Rohfütterung auch für Hunde an. Dank der sehr sauren Salzsäure im Hundemagen stelle auch die Verdauung von Fleisch und Knochen kein Problem dar.

Fleisch und Knochen

 

Natürlich sind Fleisch, Innereien, Knochen und Knorpel die wichtigsten Bestandteile des Barfens. Durch sie bekommt der Hund Eiweiß, Fette, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Geeignete Fleischlieferanten sind Rind, Geflügel, Lamm, Ziege, Pferd, Kaninchen, Wild sowie Fisch. Auf keinen Fall soll rohes Schweinefleisch an Hunde verfüttert werden, da sich darin das sogenannte „Aujeszky-Virus“ befinden kann. Dieses Virus, dessen Aufnahme für uns Menschen vollkommen ungefährlich ist, endet bei Hunden immer tödlich!
Auch das Verfüttern von rohen, fleischigen Knochen gehört zur Rohfütterung und dient der Zufuhr von Kalzium. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass ein Hund, der noch nie zuvor Knochen bekommen hat, Schritt für Schritt daran gewöhnt werden muss. Denn ist die Ration zu groß, kann es zum sogenannten „Knochenkot“ kommen. Dieser Kot ist steinhart und bereitet dem Hund fiese Schmerzen beim Absetzen. Für „Anfänger“ eignen sich beispielsweise Hühnerhälse sowie Lammbrustbein sehr gut. Wichtig: Verfüttern Sie keine rohen Röhrenknochen oder gekochte, gebratene oder sonstig zubereitete Knochen. Diese können splittern!


der pflanzlichen Nahrung enthält Zellulose welche im Hundedarm nicht aufgespalten ist und somit von unseren Vierbeinern überhaupt nicht verarbeitet werden kann. Pürieren hilft nicht!


Darüber hinaus bemängeln viele Fans der Rohfütterung, den geringen Nährwert des häufig hocherhitzten Fertigfutters. Durch das Kochen gehen wichtige Mineralien, Vitamine, Enzyme sowie Fett- und Aminosäuren verloren oder werden für den Hundeorganismus unbrauchbar. Allerdings sind gerade diese Bestandteile für ein glänzendes Hundefell, ein widerstandsfähiges Immunsystem und einen funktionierenden Verdauungstrakt wichtig.

Zwar wird der Nährstoffbedarf des Hundes durch nachträglich beigefügte Vitamine oder Mineralien gedeckt, allerdings handelt es sich hierbei meist um synthetisch hergestellte Stoffe. Diese können nicht nur „chemisch“, sondern zum Teil auch gesundheitsschädigend sein. Deshalb setzen Barfer lieber auf die Natürlichkeit der Rohfütterung.

Was ist der Unterschied?

Oder das künstliche Molekül ist spiegelverkehrt aufgebaut – so wie meine beiden Hände. Sie haben zwar beide fünf Finger, aber der Daumen sitzt einmal hier und einmal dort. Genauso weicht auch die Molekülstruktur von echten und künstlichen Vitaminen leicht voneinander ab. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied!

Manchmal führt er auch dazu, dass künstliche Vitamine gefährlich werden können. In den USA musste eine groß angelegte Studie mit Vitamin E abgebrochen werden, weil die Einnahme das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhte. Auch die Vitamine A, Beta-Carotin, die Vitamine B6 und B9 können in künstlicher Form schädlich sein. In Tablettenform sollte man diese Vitamine deshalb besser aus dem Haushalt verbannen!

Aber selbst diese natürlichen Vitamine kann man überdosieren. Deshalb sollte man sie erst dann zusätzlich einnehmen, wenn ein Arzt tatsächlich einen konkreten Mangel festgestellt hat!

(Quelle ARD)


Natürliche Vitamine bestehen aus zahlreichen Komponenten – Enzyme, Co-Enzyme und Co-Faktoren. Und da im Körper alle Komponenten des Vitamines zusammenwirken, ist es fatal, wenn statt dessen nur eine billige Kopie, ein Bruchteil dessen den Job allein machen soll. Synthetische “Vitamine” sind für den Körper eine fremde Chemikalie, die versucht, die Molekülstruktur eines Teils des Vitamins zu imitieren. Die Quellen der Chemikalien, die in Laboren in “Vitamine” umgewandelt werden, sind darüber hinaus teils skandalös und nicht gesetzlich vorgeschrieben. So werden synthetische Vitamine häufig aus Stoffen hergestellt, die wir unserem Körper unter normalen Umständen niemals zuführen würden,


Die komplexe Nährstoffstruktur eines natürlichen und vollständigen Vitamins hilft dem Körper auch, stets die richtige Menge des benötigten Vitamins aufzunehmen. Es besteht keine Gefahr der Überdosierung. Der Körper erkennt, wann der Bedarf gedeckt ist. Überschüssige Mengen natürlicher Vitamine werden einfach ausgeschieden.

Studien belegten, dass unser Körper in der Lage ist, künstliche Vitamine von natürlichen zu unterscheiden. Bei Erwachsenen wie bei Kindern hatte z.B. künstliches Vitamine E eine deutlich andere Wirkung als natürliches. Künstliches Vitamin E kann außerdem – neben anderen Auswirkungen − dem Hormonsystem erheblich schaden!
Ähnliche Ergebnisse finden sich in Studien zu künstlichem Vitamin A, welches das Krebsrisiko erhöht. Bei der allseits beliebten Ascorbinsäure (»Vitamin C«) sieht die Lage nicht besser aus, im Gegenteil. Ascorbinsäure ist ein reines Laborprodukt und kein vollständiges Vitamin.

 

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